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In der Kleinserienfertigung ganz groß

Die konsequente Nutzung der Digitalisierungsmöglichkeiten bedeutet, den Folgeauftrag bereits zu programmieren während der vorherige noch bearbeitet wird. So kann die Laufzeit einer Anlage und damit auch die Produktivität erhöht werden. Bei den klassischen Programmiermethoden wie beispielsweise dem Teachen muss hingegen das Ende des Fertigungsprozesses abgewartet werden. Dann erst wird programmiert, so dass beispielsweise der Schweißroboter währenddessen nicht genutzt wird. Mit Hilfe einer Simulationssoftware kann dies vermieden und so die Kapazität erhöht werden.

Projekt-Details

Stickel ist ein prämierter Blech-Umformer mit knapp 100 Mitarbeitern, der seit langem unter anderem für die Porsche AG Prototypen und Kleinserien fertigt. Zu seinen Kernkompetenzen gehört das Beherrschen der Fügeprozesse, aber auch ein Höchstmaß an Flexibilität und Änderungsmanagement. Das Unternehmen kann auf Wusch die komplette Wertschöpfungskette abbilden – von der Konstruktion bis zum fertigen Bauteil.

Der Porsche-Zulieferer fertigt nicht nur Prototypen für künftige Modelle und Kleinserien, sondern auch einzelne Ersatzteile für ältere Modelle. Die Vorgaben beinhalten auch eine hohe Detailtreue, beispielsweise bei einer Schweißnaht. Hinzu kommt viel Handarbeit.

Stickel war bereits mit einer Kuka-Anlage maschinell ausgestattet, bevor man sich für FASTSUITE entschied. Mit dieser Anlage wurden bereits die Fügetechniken Schweißen, Kleben und Rollfalzen getätigt. Allerdings musste die Anlage immer stillstehen, wenn der nächste Auftrag mittels Teachen programmiert wurde. Dies erhöht gerade bei der hier gegebenen Prototypen- und Kleinserienfertigung die Rüst- und damit auch die Stückkosten massiv.

Projektziele und Herausforderungen

Ob Einzelteilfertigung oder Kleinserie, eines haben die Aufträge gemeinsam: Die eigentliche Maschinenbelegung kann maßgeblich durch den Einsatz einer Simulationssoftware reduziert werden. Dann kann der nächste Auftrag bereits programmiert werden, während der vorherige noch läuft. Bei einer Großserie, die eine Maschine über Wochen oder Monate belegt, ist ein Maschinenstillstand zur Vorbereitung der Anschlussserie relativ unbedeutend. Bei permanenten kleineren Stückzahlen – nicht. Daher setzt Stickel auf den richtigen Mix aus eigenem technologischen Know-how und Produktivitätserhöhung dank Simulationssoftware.

Warum Simulation, was kann FASTSUITE?

Simulation bedeutet, dass das Layout der Anlagen/ Maschinen bereits vor deren Bestellung im Gebäude abgestimmt werden kann. Bei Bestandsmaschinen und -bauten ist Layout-Simulation sinnvoll, wenn eine Maschine oder ein Roboter ausgetauscht werden soll.
Das mit CAD-Daten der Maschinen hinterlegte Layout ist von Vorteil für die laufende Fertigung. Denn so können die CAD-Daten von seitens der Kunden angefragten Werkstücke leicht mit den CAD-Daten der Maschinen abgeglichen werden. Ergänzt wird diese durch das Aufzeigen von Einsparpotentialen. Beim Einsatz von Robotern kann zudem sichergestellt werden, dass die Werkstücke nirgends anstoßen.

,, Rollfalzen, Punktschweißen und Kleben lassen sich ideal mit FASTSUITE automatisieren.' Die händische Programmierung inkl. Teachen ist bei allen drei Technologien anspruchsvoll und erfordert ein Höchstmaß an Konzentration. FASTSUITE kann diese bisher menschliche Tätigkeit mittels Zusammenführen der CAD-Daten Werkstück mit Anlage und unter Berücksichtigung der Bearbeitungstechnik übernehmen.'

Bestätigte Ergebnisse

Qualitätsvorteile dank FASTSUITE

Egal ob bei den typischen „Stickel-Tätigkeiten“ Falzen, Kleben oder Schweißen oder bei anderen Aufgaben – die Simulation bietet im Vergleich zum Teachen Qualitätsvorteile. Ein Teach-Verfahren ist immer manuell und damit grundsätzlich erstmal fehleranfällig.

Die beiden Verantwortlichen der Stickel GmbH, CEO Matthias Stickel und Projektleiter Tobias Gericke, sagen daher offen: „Wir können unseren Kunden nur mit entsprechend leistungsfähiger Software die besten Produkte und Dienstleistungen anbieten. Bei der Produktion von kleinen Stückzahlen müssen wir sehr effizient, flexibel und schnell sein – und FASTSTUITE ermöglicht uns dies.

Die erwähnte Effizienz mit Hilfe von FASTSUITE bedingt einen Vorteil beim Kleben: Bei diesem Fügeprozess ist die Technik ausgereift und die Applikation bekannt. Der Nutzen der Simulationssoftware besteht hier in der Geschwindigkeit, mit der die Datensätze in der Kleberaupe hinterlegt werden können.

Stickel GmbH

Stickel GmbH ist ein auf die Blech-Umformtechnik spezialisiertes Tech-Unternehmen aus Schwaben. Mit höchst anspruchsvollen Kunden wie Porsche wuchs das 1986 gegründete Unternehmen in den vergangenen Jahren auf heute fast 100 Mitarbeiter. Das Wachstum resultierte dabei nie aus großvolumigen Aufträgen, sondern aus der steten Zunahme von Aufträgen im Bereich des Prototypenbaus incl. Ersatzteilen und der Kleinst- bis Mittelserie.

HERAUSFORDERUNGEN

  • Stickel erhält eine Vielzahl an unterschiedlichen Aufträgen in jeweils kleinster Losgröße. Die Stillstandzeiten inkl. Programmierung waren entsprechend hoch und sollten deutlich reduziert werden.

ERFOLGSFAKTOREN

  • Simulationssoftware FASTSUITE der CENIT AG
  • Einmalige Übernahme der Maschinendaten mittels CAD (alternativ Maßnehmen)
  • Übernahme der jeweiligen CAD-Taten der zu fertigenden Teile
  • Auf Basis dieser Informationen Programmierung während die Maschinen laufen
  • Nutzung der FASTSUITE als Plattform für 3 verschiedene Technologien: Rollfalzen, Punktschweißen und Kleben.

ERGEBNISSE

  • Wettbewerbsfähigkeit und höhere Kundenzufriedenheit
  • Erhöhung der Maschinenlaufzeit, dadurch höhere Kapazität
  • Höhere Flexibilität, da Aufträge einfacher „eingeschoben“ werden können
  • Da der zeitaufwendige, aber schwer abschätzbare Vorgang des manuellen Teachens entfällt: höhere Termintreue
  • Mutmaßlich weniger Ausschuss
Ansprechpartner:

Matthias Stickel, CEO

Ansprechpartner:

Tobias Gericke, Projekt Manager

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