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Positiver Ausblick für die Automatisierung

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Interview mit Carsten Stumpf auf der Automatica 2018

Carsten Stumpf, General Manager Kawasaki Robotics EMEA, hat sich auf der Automatica in München Zeit für ein kurzes Gespräch mit unserem Redaktionsteam genommen. Seine Einschätzung zum Technologiestandort Deutschland fällt positiv aus.

Es ist immer wieder von den Hindernissen die Rede, die auf dem Weg zur Smart Factory noch zu überwinden sind, wie Fragen der Standardisierung, Durchgängigkeit der Daten und Sicherheitsfragen für das Internet der Dinge. Jetzt einmal umgekehrt – wo sind wir denn schon weit vorangekommen? Und welche Vorteile bietet vielleicht der Standort Deutschland?

Der Standort Deutschland ist sicher im Hinblick auf gezielte Innovationen ein Vorteil, um neue Technik oder Ideen zu implementieren. Ein umfassendes Umdenken ist hier am ehesten zu realisieren oder zu erwarten. Deutschland ist eines der Länder mit den höchsten Lohnkosten und gleichzeitig ein enormer Innovationsträger. Wo, wenn nicht hier, sollte es möglich sein, moderne Technik schnell und gezielt voranzutreiben. Das Know-how ist sicher vorhanden und die Spezialisierung auf Exzellenz-Themen ist nicht zuletzt bedingt durch den recht teuren Standort hier sehr gut angesiedelt. Ein Punkt, um sich als Technologiestandort abzuheben.

Was sind die besten oder interessantesten Nachrichten, die Sie in den letzten Monaten zu dem Thema gelesen haben?

Die Meldungen überschlagen sich und es ist nicht einfach, die inhaltsvollen Nachrichten sauber herauszufiltern. Ich denke allerdings, dass die Ansätze in der AI-Technologie in naher Zukunft eine enorme Relevanz aufbauen werden und die Flexibilität, nicht nur in der Produktion, enorm beeinflussen und in gänzlich neue Richtungen lenken wird.

Welche Neuerungen stellt Kawasaki Robotics auf der Automatica 2018 vor?

Wir stellen hier zum einen neue, solide Standardrobotik vor, wie den BX200X, ein Handlings- und Verkettungsroboter mit einer Reichweite von über 3.400 mm und einen neuen Kleinroboter, der mit einer Traglast von 7kg bei knapp einem Meter Reichweite und enormer Geschwindigkeit besticht. Gleichzeitig dringen wir auch weiter in die Grundidee der smarten Produktion vor, und bringen mit dem F60 einen neuen kleinen Controller mit, der nicht nur der leichteste und kleinste Robotercontroller ist, sondern auch mit einer Vielzahl von Schnittstellen durch einfaches Stecken von Modulen erweiterbar ist. Vitaldaten des Roboters kann dieser Controller via Bluetooth und einem Web-Interface auf ein Smartphone übertragen. Der Prototype Successor ermöglicht die direkte Interaktion zwischen Mensch und Maschine im Teaching- und Lernbereich und unser Trendmanager zeigt, wie Predictive Maintenance aussehen kann. Der Roboter meldet sich hier automatisch, sollte eine Unregelmäßigkeit auffallen und weist rechtzeitig auf kommenden Verschleiß hin. Also eine Vielzahl von Neuerungen rund um die Automation!

Wie passt unsere Digitale-Fabrik-Software FASTSUITE Edition 2 in das Paket, das Sie Ihren Kunden bieten?

FASTSUITE Edition 2 ist eine ideale Ergänzung und verfolgt stringent die Idee der maximalen Flexibilisierung von Automationsprozessen. Wir sind zum einen in der Lage, Produkte fast intuitiv zu teachen und sparen auf der anderen Seite enorme Zeit beim Planen, Einrichten und Programmieren von Anlagen. Das fertige Roboterbewegungsprogramm fällt dabei nahezu nebenbei an. Eine Kombination, die jedem Integrator und auch Endkunden nur von Nutzen sein kann, in schnellen und wechselnden Prozessen.

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