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Partnerschaft für China 2025: RISONG und CENIT

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FASTSUITE Edition 2 bietet dem Wachstumsmarkt eine Softwareplattform für die effiziente Automatisierung

Der chinesische Systemintegrator RISONG suchte ein Softwaretool für mehr Effizienz in den Kundenprojekten. Das konnte CENIT mit FASTSUITE Edition 2 bieten. Bei den Gesprächen im Verlauf des Jahres 2017 wurde jedoch schnell klar, dass beide Unternehmen noch weit mehr Potential in ihrer Zusammenarbeit sehen – sie vereinbarten eine strategische Partnerschaft. RISONG setzt auf die Digitale-Fabrik-Plattform FASTSUITE Edition 2 als ideales Angebot für die Herausforderungen der Fertiger. CENIT hat einen starken Partner gefunden, um am chinesischen Markt weiter Fuß zu fassen und die Software für die spezifischen Anforderungen vor Ort anzupassen. 

China ist schon lange nicht mehr die „Werkbank der Welt“. In der Fertigungsindustrie beschleunigen steigende Löhne und das Entwicklungsprogramm „China 2025“ konstant die Nachfrage nach Automatisierungslösungen. Bis zum Jahr 2020 wird es in chinesischen Fabriken dreimal so viele Industrieroboter geben wie in Japan, sagt die IFR (International Federation of Robotics) in ihrem Trendbericht voraus.

Digitalisierung braucht Leistungsnetzwerke

„Wir sind 2017 aktiv in den Markt gestartet und dieses wichtige Projekt unseres Teams in Nanjing zeigt, dass wir damit richtig lagen“, meint CEO Kurt Bengel. „Wir bringen in die Entwicklung der chinesischen Industrie 30 Jahre Erfahrung in der softwaregestützten Fertigung und unsere hochqualifizierten Ingenieur- und IT-Teams ein. Ganzheitliche Lösungen auf Basis von Smart-Technologien setzen jedoch Leistungsnetzwerke voraus und deswegen freuen wir uns, RISONG als Partner gewonnen zu haben.“

Peter Koch, Leiter des Geschäftsbereichs Digital Factory Solutions der CENIT betont die Chance, mit RISONG die Stärke der Digitalen-Fabrik-Software FASTSUITE Edition 2 auch für den chinesischen Markt zu erschließen. „Unsere Software bildet die Realität exakt nach, das bedeutet das digitale Simulationsmodell sieht nicht nur aus wie die Realität, sondern es funktioniert auch exakt so und ist somit als echter digitaler Zwilling auszusehen. Damit das gelingt, arbeiten wir eng mit Anlagen- und Roboterherstellern zusammen. Durch die Projekte mit RISONG werden wir das Wissen gewinnen, das wir vor Ort in China benötigen“, erläutert Koch. „Die Software soll in allen Details die chinesischen Fertigungspraktiken aufnehmen, damit die Bedienung für die Anwender so erfolgreich und einfach ist wie in Europa oder Amerika.“

RISONG setzt auf diese Entwicklungskompetenz, kombiniert mit der Solidität der CENIT als Unternehmen: „Um auf dem chinesischen Markt erfolgreich zu sein, brauchen wir eine starke Aufstellung für Innovationen, Entwicklungen und kundenspezifische Lösungen. Wir wollen unseren Wettbewerbern einen Schritt voraus sein. Mit dem FASTSUITE-Team gelingt uns das, denn CENIT ist ein Partner mit Handschlagqualität“, beschreibt Josef Fruhmann, Vice General Manager von GUANGZHOU RISONG WELDSTONE INTELLIGENT EQUIPMENT seinen Blick auf den Partner.


Aus 2D mit Randnotizen wird 3D mit echter Funktionalität

Ihren Ausgangspukt nahm die Zusammenarbeit, als RISONG eine Software suchte, die ihre Teams befähigt, Kunden schneller zur schlüsselfertigen Anlage zu begleiten.

Bis dahin hatte RISONG, wie andere Systemintegratoren auch, zu Beginn der Angebotsphase mit einem 2D-Layoutprogramm gearbeitet, um das Anlagenkonzept darzustellen. Erst wenn in der Draufsicht ein Überblick gegeben war und Interesse des Kunden bestand, erfolgte die detaillierte Darstellung von Funktionalitäten und Arbeitsprozessen mit weiterer Software. Die Prüfung der Erreichbarkeit und die Optimierung der Zykluszeiten geschah relativ spät im Projekt.

Dieser Weg war langwierig und Änderungen oder Alternativen umzusetzen war entsprechend aufwändig. Mit Start der Engineering-Phase mussten die Teams zum Einrichten und Programmieren der Anlage die proprietären Lösungen der Roboter- und Maschinenhersteller nutzen. Auf einer Linie können das mehrere verschiedene Software-Tools sein.

China verlangt mehr Tempo, als sich mit diesem Vorgehen erreichen lässt, und auch RISONG selbst wollte den eigenen Teams helfen, produktiver zu arbeiten.

Seit Dezember 2017 setzt RISONG die Digitale-Fabrik-Plattform FASTSUITE Edition 2 ein. Vor dem Start erhielten die Mitarbeiter Schulungen, einige besuchten CENIT in Stuttgart.

Heute können die Mitarbeiter bereits beim ersten Kundenbesuch vor Ort durch einfaches Drag & Drop von Anlagenelementen aus einer Bibliothek ihre Ideen in 3D-Ansicht skizzieren. Kurze Zeit nach dem Termin geht ein 3D-Layoutplan an die Gesprächspartner auf der Kundenseite.


Simulationsbasierte Offline-Programmierung

Im Folgenden kann das RISONG-Team in wenigen Schritten die benötigten Ressourcen mit ihren Kinematiken zum 3D-Anlagenlayout hinzufügen, um Prozesse zu simulieren und das Layout abzusichern (Erreichbarkeit). Dieser Schritt erfolgt in einer frühen Projektphase – alle Beteiligten haben von Anfang an die Sicherheit, die Projektziele zu erreichen.

Die visuelle Stärke der 3D-Darstellung kombiniert mit der Kraft des Arguments „What-you-see-is-what-you-get“ eines Simulationslayouts, das funktioniert und sich verhält wie die reale Anlage, erleichtert es den Kunden, die finale Management-Freigabe für die Investitionsentscheidung zu erreichen. Bei Bedarf können Alternativen zur Auswahl vorgelegt werden.

In der Engineering-Phase nehmen die RISONG Mitarbeiter mit derselben Software und im freigegebenen Layout nach der Kalibrierung eine simulationsbasierte Offline-Programmierung der Roboter- und Maschinen vor.

Eine weitere Option, die RISONG nun bieten kann: Mit der Anlage erhält der Kunde auf Wunsch auch ein „FASTSUITE Edition 2“-Softwarepaket und Schulungen.

Damit lässt sich die Programmierung aller Anlagenkomponenten für neue Varianten und Werkstücke vornehmen. In einer Software, offline und ohne zeitaufwändiges Teachen. Zudem verfügt das Unternehmen damit über ein Programm, das ein verändertes Anlagenlayout oder die Integration neuer Zellen und neuer Fertigungsprozesse bzw. Fertigungstechnologien unterstützt.


Fortschritte Richtung China 2025

Das ist möglich, weil FASTSUITE Edition 2 unabhängig von PLM- und CAD/CAM-Systemen ist, alle gängigen Roboterhersteller, Technologien und Anwendungen unterstützt und mit Modulen für spezifische Fertigungstechnologien erweitert werden kann.

Das offene und skalierbare Programm trägt dazu bei, die Anlagen-Investition zukunftssicher zu machen, denn der chinesische Markt wird sich weiterhin in hohem Tempo grundlegend wandeln. In eigenen Produktionsstätten der Unternehmens-Gruppe implementiert RISONG die Digitale-Fabrik-Software daher auch selbst.

Die Investition in die Software und die zugehörige Schulung, sowohl für den Service als Systemintegrator als auch in der eigenen Fertigung, werde sich in wenigen Monaten amortisieren, ist sich Fruhmann sicher.

„Mit FASTSUITE Edition 2 verkürzen wir den Sales-Cycle und stärken dadurch unsere Wettbewerbsposition. Gleichzeitig gestalten wir unser Turnkey-Portfolio mit dieser leistungsfähigen, offenen und skalierbare Lösung für die Digitale Fabrik noch attraktiver“, fasst Fruhmann zusammen. „China hat sich einer umfassenden Digitalisierung verschrieben. Zu diesen Rahmenbedingungen passt FASTSUITE Edition 2 perfekt, weil die Plattform alle Möglichkeiten einer digitalisierten Fertigung konsequent nutzt.“

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