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Ideen für die Fertigung von Morgen

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Gespräch mit Jürgen Barth auf der Automatica 2018

FANUC hat auf der Automatica gemeinsam mit 20 Partnern gezeigt, wie "Automated Intelligence" die industrielle Fertigung verändert. Die FASTSUITE Newsroom-Redaktion hatte Gelegenheit, mit Jürgen Barth, Key Account Manager bei FANUC Deutschland zu sprechen.

Herr Barth, der FANUC-Partnerstand auf der Automatica illustriert die Stärke von Netzwerken, wie sie Fertigungsunternehmen für eine nachhaltige Industrie-4.0-Strategie benötigen. Welches Konzept verfolgt FANUC, wenn es um die Vernetzung auf Datenebene geht? Was ist Ihr technologischer IIot-Ansatz (Industrial-Internet-of Things)?

Wir haben das FIELD-System gestartet – FIELD steht für FANUC Intelligent Edge Link & Drive System. Es handelt sich um eine offene Plattform, die eine simultane Benutzung von verschiedenen IIoT-Applikationen innerhalb einer Produktionsstätte unterstützt.

Mit dem FIELD-System können Maschinen, Roboter, CNC-Steuerungen und Sensoren über die Software verbunden werden. Je mehr Komponenten Sie einbeziehen, umso mächtiger ist das Datenvolumen, das Sie zum Beispiel für Auswertungen nutzen können. Die Software steht dabei sowohl cloudbasiert als auch on-premise zur Verfügung.

Welche Möglichkeiten haben Ihre Partner, mit dieser Plattform neue Leistungen zu entwickeln?

Wie gesagt, FIELD bietet offene Schnittstellen an, daher können prinzipiell alle intelligenten Fertigungskomponenten innerhalb der Produktion integriert werden. Die Hersteller der Komponenten, Systemintegratoren oder Softwarehäuser können Applikationen für FIELD entwickeln, die dann über den FANUC-Appstore angeboten werden. Wir bieten dafür ein Software-Development-Kit an.

Wir sind natürlich selbst auch mit Apps vertreten. Zu nennen sind hier die Analytics-App "Zero-Downtime Tool" (ZDT) für die Fehlerdiagnose und LINKi, unser Angebot für die Echtzeitüberwachung, mit der Option die Daten der Betriebsmanagement-Software mit dem MES (Manufacturing Efficiency System) oder ERP-System zu verknüpfen.

Ich bin überzeugt, dass wir da in Zukunft sehr kreative Angebote sehen werden. Letztlich kommt es auf die Endkunden, also die Betreiber an. Grundlegende Technologien für die Plattformökonomie sind vorhanden, jetzt haben die Fertigungsunternehmen die Chance, ihre Geschäftsmodelle zu erweitern oder neu aufzustellen. Dieser Handlungsspielraum ist neu und hochspannend!

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